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1997
Privatgrün- Stadtg...
Drever, Julia
 
1997
Privatgrün- Stadtg...
Fischer, Lili
 
1997
Privatgrün- Stadtg...
Friedhoff, Anke
 
1997
Privatgrün- Stadtg...
Immoos, Franz
 
1997
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Julius, Rolf
 
1997
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Koll, Maren
 
1997
Privatgrün- Stadtg...
Löbert, Jennifer
 
1997
Privatgrün- Stadtg...
Motiee, Ahmad
 
1997
Privatgrün- Stadtg...
Reckmann, Anna
 

Immoos, Franz
Privatgrün-Stadtgrün - Ein KUNSTspaziergang in Bremen-Schwachhausen
07.09.1997- 11.10.1997
 
"Symbolfarben"
Bodenskulptur, Beton, 9-teilig, Farbe, 1,5 m x 1,5 m x 0,3 m

Franz Immoos hat ein „Magisches Quadrat“ aus neunfarbigen Würfeln in die Grünanlage am Hauptmann-Böse-Weg gelegt, die ausdrücklich auch als Sitzgelegenheiten zu nutzen waren. Immoos hat sein Ensemble in der Tradition einer mathematischen Ästhetik der konstruktiven und geometrischen Tendenzen der Kunst des 20.ten Jahrhunderts angelegt. Diese konkrete Kunst ordnet Farben keine abbildhafte oder symbolische Bedeutung zu. Immoos dagegen verknüpft seine Farbfelder mit den jahrtausend alten Bedeutungen der Farbe im religiösen Kultus. Er ordnet seine Farbwürfel nach der indischen Yantra-Theorie. Danach symbolisiert die vertikale Anordnung der Farben Schwarz-Gold die Nord-Süd-Achse, die horizontale Farbanordnung Gelb-Silber (weiß) die Ost-West-Achse. Die Farben in der Diagonale sind die Symbolfarben für Wasser/Feuer (dunkelblau, orange) bzw. Erde/Luft (rot, grün-blau). Die Farben können auch den Planeten zugeordnet werden: so steht Gold für die Sonne, Silber für den Mond, Orange für Venus, Dunkelrot für Uranus, Gelb für Merkur, Schwarz für Mars, Dunkelblau für Neptun, Grün-Blau für Jupiter und Weiß für Saturn.

15 KünstlerInnen aus Bremen, Amsterdam, Berlin, Bonn, Hamburg und der Performancekreis "Umgangsformen" aus Münster waren an dem Projekt "Privatgrün-Stadtgrün - Ein KUNSTspaziergang in Bremen-Schwachhausen" beteiligt. Vier Wochen lang wurden in Bremen-Schwachhausen, einem wohlhabenden Bremer Stadtteil, in privaten Gärten, Vorgärten und auf kleinen öffentlichen Plätzen Kunstwerke präsentiert. Bremer Kunstsachverständige wählten die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler aus, die sich dann im Bewohnergremium vorstellten. Bei mehreren Begehungen und im Gespräch mit den Anwohnern und Gartenbesitzern wurden die konkreten Standorte und die unterschiedlichen künstlerischen Konzeptionen festgelegt. Einige Künstlerinnen und Künstler entwickelten ihre Arbeiten aus dem Genius Loci, also aus den topografischen Gegebenheiten und Stimmungen der Gärten und Grünflächen, aber sie haben ebenso die europäischen Traditionen von Kunst und Dekoration europäischer Gartengestaltung in ihre Überlegungen einbezogen. Über Vorlieben und Ablehnung bestimmter künstlerischer Ansätze wurde ebenso öffentlich diskutiert wie über die Notwendigkeit und Freiheit künstlerischen Schaffens. Die Kunstwerke luden zu Spaziergängen nach Schwachhausen, seinen Plätzen und Gärten ein. Für eine begrenzte Zeit veränderte sich das Verhältnis zwischen privater und öffentlicher Sphäre.

Beteiligt waren: Ursula Barwitzki, Dieter Begemann, Susanne Bollenhagen, Andreas Brenne, Julia Drever, Lili Fischer, Anke Friedhoff, Franz Immoos, Rolf Julius, Maren Koll, Jenny Löbert, Ahmad Motiee, Anna Reckmann, Ren Rong, Martin Voßwinkel

Performancekreis "Umgangsformen", Kunstakademie Münster,
Klasse Lili Fischer: Andreas Brenne, Julia Drever, Anke Friedhoff, Barbara Kraft, Frank Laukötter, Anna Reckmann

 
Literatur
Titel: Privatgrün-Stadtgrün - Ein KUNSTspaziergang in Bremen-Schwachhausen
Jahr: 1998
Hg.: Senator für Bildung, Wissenschaft, Kunst und Sport, Bremen 1998
Info: Ein Projekt des Fachreferates "Kunst im öffentlichen Raum" in Zusammenarbeit mit dem Ortsamtsbeirat Schwachhausen, Fachausschuss Kultur und Ausländerangelegenheiten

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