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Stephan Huber - Ein performatives Projekt für Bremen von Stephan Huber, Preisträger des Rolandpreises für Kunst im öffentlichen Raum - Oktober 2008 bis Oktober 2010 -
Seit Oktober 2008 trägt ein Mann einmal im Monat zwei illuminierte Kronleuchter durch das nächtliche Bremen. Die Kronleuchter sind an den Enden einer Tragestange befestigt. Der alltäglich gekleidete Mann hat die Stange auf seinen Schultern liegen und stützt das Gewicht mit beiden Händen ab. Seine Wege und Standorte sind nicht bekannt. Sie scheinen zufällig, systemlos und nicht vorhersehbar. Er kommuniziert nicht - wird er angesprochen reagiert er nicht. Er hat einen langsamen, fast mechanischen Gang. Bisweilen steht er stundenlang auf einem Gebäude oder er fährt auf dem Bug eines Schiffes über die Weser. Er durchstreift Bauland, er taucht in einem Pazellengebiet auf oder in den Wohnstraßen eines Stadtquartiers. Er begeht keinen Ort zweimal.

Der Kronleuchterträger ist ein archetypisches Bild für Reichtum und Arbeit. Gleichzeitig ist er auch Protagonist einer Heimatkunde der Bremer Stadtlandschaften. Der Mann mit dem Kronleuchter kommentiert und nobiliert die Orte an denen er steht oder die er durchquert. Und manchmal definiert er sie auch neu. Stadt und Kronleuchterträger verschmelzen zu einem poetischen Bild. In ihrem nächtlichen, unregelmäßigen Zusammentreffen liegt etwas seltsam Klandestines in einer funktionierenden Stadt.
www.stephanhuberkunst.de
Wettbewerb künstlerische Gestaltung Kirchenvorplatz Bremen-Oberneuland -
Der Wettbewerb künstlerische Gestaltung Kirchenvorplatz Oberneuland ist entschieden. Die Jury vergibt zwei erste Preise an die Bildhauer Markus Keuler und Klaus Effern und einen zweiten Preis an den Bildhauer Johann Christian Joost. Die Jury empfiehlt den Entwurf von Klaus Effern zur Ausführung. Die Aufgabe der künstlerischen Gestaltung war, dem Vorplatzbereich ein unverwechselbares Zeichen mit Bezug zu Oberneuland zu geben. Es war den Künstlerinnen und Künstlern überlassen, ob sie sich auf historische Zusammenhänge und Ereignisse beziehen, den Ort als sozialen Mittelpunkt thematisieren oder räumliche, architektonische oder landschaftliche Gegebenheiten aufgreifen.Gewünscht war eine figürliche / figurative Skulptur bzw. ein Skulpturenensemble.
Der Jury gehörten an:
Klaus Backhoff,Heimatverein Oberneuland. Dr. Arie Hartog,Gerhard Marcks Haus Bremen. Christian Hellwing, Künstler,Bremer Künstler Verband. Michael Klingler, Pfarrer ev. Kirche Oberneuland. Tamina Kreyenhop, Ortsamtbeirat Oberneuland. Dr. Frank Laukötter, Kunstwissenschaftler. Rose Pfister, Senator für Kultur Bremen. Prof. Fritz Vehring, Hochschule für Künste Bremen. Dr. Uwe Woywood, Bürgerverein Oberneuland.
Gast: Siegried Fliegner, Sprecher Ortsamtbeirat Oberneuland.

Abb. links: Markus Keuler, 1. Preis
Abb. rechts: Klaus Effern, 1. Preis mit Ausführungsempfehlung